Print mit Veredelung

Es lebe die Haptik.
Digitale Medien werden immer schneller, immer direkter und immer kurzlebiger. Es ist also nicht überraschend, dass klassische Druckerzeugnisse auch weiterhin eine wichtige Rolle im erfolgreichen Marketing-Mix spielen. Mit viel Impact, mit einem besonders intensiven, haptischen Kundenkontakt und mit der besseren Farb- und Formatkontrolle lässt sich die gewünschte Wahrnehmung von Produkt und Marke vielfältig steuern.

Sinnvoll für die Sinne.

Die Vielfalt bei Druckerzeugnissen ist groß. Neben den typischen Budget-Medien wie Anzeigen, Plakaten, Flyern und Werbebriefen gibt es auch zielgruppenspezifische Magazine oder Broschüren, die eine elegante Exklusivität und souveräne Klasse ausstrahlen. Hochwertige Printprodukte unterstreichen die Glaubwürdigkeit, weil sie ein anspruchsvolles Werteverständnis in vielen Details dokumentieren. Das haptische Erleben eines stilvollen Kommunikationsmittels spricht zusätzliche Bereiche des Gehirns auf der emotionalen Ebene an, es blendet potentielle Ablenkungen eher aus und passt sich der individuellen Lesegeschwindigkeit und/oder Intensität jedes Nutzers an.

Materialien

Mit den heute verfügbaren Druckverfahren lassen sich fast alle Materialien bedrucken, aber schon der Papiermarkt ist mit seinen unzähligen Varianten und Sorten kaum zu überblicken. Unterschiedliche Farben, Grammaturen, Oberflächen und Eigenschaften bieten ein Riesenspektrum bei Qualität und Preis.  Das Angebot reicht vom handgeschöpften Büttenpapier der Vorstandskorrespondenz bis zum nachhaltigen Recyclingpapier aus den Fasern ehemaliger PET-Flaschen. Papiere können handwerkliche Exklusivität transportieren oder mit großer Auffälligkeit für einen „Wow-Effekt“ sorgen. Zunehmend wichtig wird aber auch der Umweltschutzfaktor, für den man zertifizierte Recycling-Papiere CO2-neutral bedrucken kann.

Veredelungen

Der gezielte Einsatz von Material- und Effektveredelungen macht Printprodukte zu außergewöhnlichen Highlights der Unternehmenskommunikation. Dezent pointiert oder auch kraftvoll und aufmerksamkeitsstark können edle Papiere, Speziallacke und andere Veredelungstechniken eine Botschaft so in Szene setzen, dass sie perfekt zur Markenpositionierung passt und lange in Erinnerung bleibt. Auch Sicherheits- und Kopierschutzaspekte können eine Rolle spielen, wenn z. B. Hologrammfolien oder Wasserzeichen eingesetzt werden.
Für das Auge können Printprodukte mit Sonderfarben, Glanzlacken, Gold, Silber oder 3D-Effekten veredelt werden. Das haptisches Erlebnis bringen Prägungen, Stanzformen und unterschiedlich verarbeitete Papieroberflächen. Duftlacke ermöglichen auch die zusätzliche Ansprache über den Geruchssinn. Dabei werden die Duftstoffe in Mikrokapseln eingeschlossen und mit der Farbe aufgedruckt. Durch Reibung lassen sich die eingeschlossenen Duftstoffe dann aktivieren. 

Auch bei den Druckfarben gibt es regelmäßig Innovationen, z. B. diese neuen Entwicklungen mit hohem Unterhaltungswert:

  • Flashcolor: Bilder und Informationen werden erst auf dem Smartphone, durch fotografieren mit Blitzlicht sichtbar.
  • Hydrocolor: Durch leichtes anfeuchten der hydrocolor werden dahinter liegende Motive wie auf magische Weise sichtbar.
  • Iriodine-Effekt: Funkeln, leuchten, hervorstechen. Die Effekt-Pigmente erzeugen auf farbigen Oberflächen einen schimmernden Effekt.
  • Suncolor: Das UV-Licht der Sonne lässt Ihr Bildmotiv in zahlreichen Farbvarianten erleuchten.
  • Zauberfarbe: Wo vorher lediglich eine leere Fläche zu sehen ist werden durch Schraffieren mittels eines Blei- oder Buntstiftes Logos, Schriften oder komplette Motive sichtbar.
  • Cleancolor: Der Leser beschäftigt sich spielerisch mit der Botschaft und kann die Farbe einfach mit dem Finger oder einem Tuch abrubbeln.

Medienübergreifend vernetzen 

Printprodukte haben Vorteile in Haptik und Anmutung, müssen aber auf die erweiterte Funktionalität von Digitalmedien verzichten. Um die Leistungen und den Nutzwert beider Bereiche zu vernetzen, können im Printprodukt QR-Codes abgebildet werden, die sich mit einem Smartphone scannen lassen und dann auf eine definierte Website verlinken. Dort lassen sich dann weitere Bilder, Filme, 3D-Animationen, Routenführungen oder Social-Media-Inhalte oder Kontaktdaten einbinden.

Fazit: Eine gute Unternehmenskommunikation sollte medienneutral entwickelt werden, um sie dann für alle relevanten Kanäle zu adaptieren und die jeweils systembedingten Vorteile ideal zu nutzen und zu verbinden.

Diesen Beitrag teilen

Kommentar verfassen